Gebäudesysteme werden immer intelligenter, aber auch komplexer. Man denke nur an Wärmepumpen, Lüftungsanlagen, Energiespeicher und fortschrittliche Steuerungstechnik. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel.
Wie lassen sich Gebäude intelligenter verwalten und instand halten? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprogramms Brains4Buildings (B4B). In diesem Programm arbeiten Dutzende von Organisationen gemeinsam an innovativen Lösungen für Nichtwohngebäude.
Ein Schwerpunkt des Programms ist die automatisierte Fehlererkennung und -diagnose (AFDD): Technologien, die Fehler und Anomalien in Gebäudesystemen automatisch erkennen und analysieren. Die im Rahmen von B4B untersuchten Methoden finden nun Anwendung in der Praxis. Beispielsweise wurden verschiedene Techniken in PULSE CORE, die Datenplattform für Gebäudemanagement von SPIE, integriert.
Viele Anlagenstörungen bleiben lange unentdeckt. Anlagen funktionieren nicht optimal, verbrauchen mehr Energie als nötig oder verursachen Komfortbeschwerden. Die AFDD-Technologie analysiert kontinuierlich Anlagendaten und erkennt Abweichungen automatisch.

Im Rahmen von Brains4Buildings wurden verschiedene Methoden untersucht, um dies zu ermöglichen, darunter Diagnosemodelle und maschinelles Lernen. Diese Techniken ermöglichen es, Störungen schneller zu erkennen und ihre Ursache zu identifizieren. Dadurch reduziert sich der Bedarf an manueller Analyse, und technische Teams können schneller eingreifen.
Mit PULSE CORE werden diese Erkenntnisse in eine praktische Plattform für das Gebäudemanagement umgesetzt. Die Plattform analysiert kontinuierlich Daten von Anlagen, Sensoren und Zählern und signalisiert Abweichungen automatisch.

Dadurch wird die Anlagenleistung verbessert und die Wartung intelligenter organisiert. Probleme werden frühzeitig erkannt, Störungen werden vermieden und der effiziente Betrieb der Anlagen sichergestellt.
Dieser Ansatz bietet klare Vorteile für das Gebäudemanagement. Durch die kontinuierliche Überwachung von Anlagen können Organisationen den Energieverbrauch senken, Störungen reduzieren und die Wartung auf den aktuellen Zustand der Anlagen abstimmen.
Quelle: DGBC