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Vom BIM-Modell zum „lebendigen“ digitalen Zwilling

Bildautor Mahsa Mahsa
Technologie
Viele Gebäude verfügen heutzutage über umfassende BIM-Modelle und generieren gleichzeitig große Mengen an Betriebsdaten aus Anlagen, Sensoren und Gebäudesystemen. In der Praxis bleiben diese beiden wertvollen Datenquellen jedoch oft getrennt. BIM-Modelle werden primär während der Planungs- und Bauphase eingesetzt. Sobald ein Gebäude in Betrieb genommen wird, verliert ihre Bedeutung häufig an Relevanz. Gleichzeitig arbeiten Gebäudemanager täglich mit Echtzeitdaten von Sensoren und Anlagen, jedoch ohne den zusätzlichen Kontext, den ein 3D-Gebäudemodell bieten kann. Die Folge? Wichtige Erkenntnisse bleiben ungenutzt. Aufgrund der fehlenden direkten Verbindung zwischen Planungsdaten und Betriebsinformationen wird es schwieriger, die Gebäudeleistung schnell zu analysieren, Anlagen zu optimieren und Gebäude als strategische digitale Assets zu verwalten. Pilotprojekt: BIM und Daten zusammenführen Um diese Lücke zu schließen, startete SPIE ein Pilotprojekt im Bürogebäude in Son. In diesem Projekt werden BIM-Daten und Echtzeit-Gebäudeinformationen in einer einzigen digitalen Umgebung zusammengeführt.

Die Lösung kombiniert die Smart-Building-Plattform PULSE CORE mit 3D-BIM-Modellen und Autodesk Tandem. Durch diese Integration entsteht ein dynamischer digitaler Zwilling: eine digitale Repräsentation des Gebäudes, die kontinuierlich mit aktuellen Daten gespeist wird. Dies führt verschiedene Datenquellen zusammen, wie zum Beispiel:

Das Ergebnis ist ein digitales Modell, in dem Planungsdaten und Betriebsleistung miteinander verknüpft sind.

Echtzeit-Einblicke in das Gebäude

Die Verbindung zwischen PULSE CORE und Autodesk Tandem wird technisch durch Autodesk Platform Services (APS), API-Integrationen und Tandem Connect ermöglicht. Diese Infrastruktur stellt sicher, dass Daten von Anlagen und Sensoren automatisch mit dem 3D-Gebäudemodell verknüpft werden.

Für Facility Manager und Ingenieure bedeutet dies, dass sie Echtzeitinformationen direkt im Gebäudekontext einsehen können. Denken Sie beispielsweise an Energieverbrauch, Komfortdaten oder den Status von Anlagen.

Durch die Visualisierung von Daten im Gebäudemodell erhalten Sie schneller Einblicke in Abweichungen und Optimierungspotenziale. Dies erleichtert die Analyse von Fehlfunktionen, die Verbesserung von Anlagen und fundiertere Entscheidungen.

Vom statischen Modell zum lebendigen digitalen Zwilling

Obwohl sich das Projekt noch in der Pilotphase befindet, zeigt es deutlich, wie sich BIM-Modelle zu einem dynamischen digitalen Zwilling weiterentwickeln können. Anstelle eines statischen Entwurfsmodells entsteht ein digitales System, das mit dem Gebäude wächst und stets aktuelle Informationen enthält. Die ersten Reaktionen der Kunden sind positiv. Insbesondere Organisationen mit großen Immobilienportfolios erkennen den Mehrwert eines digitalen Zwillings. Die Möglichkeit, Installationen in komplexen Gebäuden schnell zu lokalisieren, spart viel Zeit bei Verwaltung und Instandhaltung. Durch die Kombination von BIM mit Echtzeit-Gebäudedaten wird eine neue Grundlage für ein intelligenteres, datengestütztes Gebäudemanagement und eine effizientere Instandhaltung geschaffen.
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