Das klingt vielleicht einfach, ist es aber nicht in einer Umgebung, die täglich Tausende von Besuchern empfängt, sagt Ben van der Stoop, Senior-Berater Immobilien beim Van Gogh Museum. „All diese Menschen erzeugen Wärme und bringen Feuchtigkeit mit. Die Klimainstallationen müssen das ausgleichen. So halten wir die Bedingungen hier optimal.“
Für die einwandfreie Funktion und den Erhalt der Gemälde muss die Klimaregelung jederzeit optimal gewährleistet sein. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, denn die Gemälde hängen dort Tag und Nacht. Ben van der Stoop möchte diesen hohen Energieverbrauch nicht nur drastisch senken; langfristig strebt das Museum sogar eine Zero-Footprint-Strategie an. „SPIE und das Van Gogh Museum sind dabei Partner. Gemeinsam entwickeln wir, wie wir dieses nachhaltige Ziel erreichen.“
Lassen sich die Einstellungen der bestehenden Installationen so optimieren, dass sie ein ideales Raumklima gewährleisten, gleichzeitig weniger Energie verbrauchen und länger halten? Diese Herausforderung nimmt SPIE gerne an – mit einem integralen Ansatz und dem Einsatz von PULSE CORE.
Das Van Gogh Museum und SPIE sind eine Partnerschaft über zehn Jahre eingegangen, mit einer Option auf mindestens fünf Jahre Verlängerung. „Wir sehen unsere Unterbringung als einen Maßanzug für die Organisation“, sagt Ben van der Stoop. „Durch die langfristige Zusammenarbeit mit SPIE können wir Schritt für Schritt darauf hinarbeiten.“
Seit Beginn der Zusammenarbeit arbeitet das Van Gogh Museum mit PULSE CORE. Diese integrierte Gebäudebetriebslösung bietet das Wissen, die Erfahrung und die Technologie, um die Leistungsfähigkeit des Gebäudes und die Zufriedenheit der Nutzer nachhaltig zu gewährleisten.
PULSE CORE überwacht die Leistung der Anlagen rund um die Uhr mithilfe von Sensoren. „Wir messen kontinuierlich, ob wir die vereinbarten hohen Anforderungen erfüllen“, sagt Michel van der Zee, Client Manager bei SPIE. „Bei den äußerst empfindlichen Kunstwerken sind die klimatischen Bedingungen entscheidend. Ein Zehntel Grad zu warm oder ein halbes Prozent weniger Luftfeuchtigkeit können einen enormen Unterschied machen. Dank PULSE CORE stellen wir sicher, dass es kaum zu Abweichungen kommt, unabhängig von der Besucherzahl im Museum.“
Insgesamt umfasst der Vertrag mit SPIE nicht weniger als 29 KPIs (Key Performance Indicators). Diese beziehen sich auf die Leistung in den Bereichen Komfort, unterbrechungsfreier Betrieb, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Sicherheit für Mensch und Sammlung. „Seit Vertragsbeginn im Jahr 2016 haben wir bewiesen, dass wir die geforderte Leistung mit den bestehenden Anlagen und Systemen gewährleisten können“, so Michel. Wartung und Austausch von Teilen und Anlagen spielen dabei eine wichtige Rolle. „Dank der Daten von PULSE CORE kennen wir den genauen Zustand der Anlagen und können gezielte Empfehlungen zu Wartung und Austausch geben.“
PULSE CORE liefert auch Erkenntnisse für institutionelle Verbesserungen. „Mit kleinen Anpassungen lassen sich mitunter deutliche Verbesserungen beim Energieverbrauch erzielen, ohne das Raumklima zu beeinträchtigen“, so Michel.
Ein Beispiel: „Das Museum verfügt über eine große Kühlanlage, die sich einschaltet, sobald eine oder mehrere der zahlreichen Lüftungsanlagen Kühlluft anfordern. Unabhängig von der Anzahl der angeforderten Anlagen lief die Kühlanlage jedoch stets auf Hochtouren. PULSE CORE deckte dies auf. Durch die Entdeckung solcher Schwachstellen und die anschließende Optimierung lässt sich viel Energie einsparen.“
Das Museum wird größtenteils mit einer nachhaltigen Energiequelle beheizt (und gekühlt) – Wärmepumpen in Kombination mit einem Wärme- und Kältespeicher im Erdreich – unterstützt durch Heizkessel. Unter den Kunden befand sich eine Lüftungsanlage mit einem hohen, aber stark schwankenden Wärmebedarf. Diese Lüftungsanlage benötigte eine so hohe Heizwassertemperatur, dass die Wärmepumpen diese ohne die Unterstützung der Heizkessel nicht liefern konnten. Dies führte dazu, dass die Anlage das gesamte Heiznetz auf einer hohen Temperatur hielt. Da wir bereits seit geraumer Zeit Daten von allen Kunden gesammelt hatten, konnten wir den Wärmebedarf pro Kunde analysieren, das Steuerungssystem anpassen und eine beträchtliche Menge Gas einsparen (über 30.000 m³ pro Jahr!).
Ziel des gemeinsamen Ansatzes von SPIE, dem Van Gogh Museum und dem Eigentümer Rijksvastgoedbedrijf ist ein optimales Raumklima bei stetig sinkendem Energieverbrauch. „Unsere Zusammenarbeit mit SPIE ermöglicht es uns, unsere langfristigen Ziele zu teilen“, sagt Ben van der Stoop. „Und mit den mehrjährigen Wartungsplänen, die wir gemeinsam erstellen, rücken wir näher zusammen. Wir wissen nun, was in den nächsten zehn Jahren zu tun ist – sowohl um Energie zu sparen als auch um die Funktionalität der Räumlichkeiten kontinuierlich zu verbessern.“
Michel stimmt Ben zu: „Wir sind stolz darauf, Partner des Van Gogh Museums zu sein. Gemeinsam gewährleisten wir mit Hilfe von PULSE CORE ein perfekt funktionierendes und nachhaltiges Gebäude – heute und in Zukunft.“ Die Zusammenarbeit zwischen dem Van Gogh Museum und SPIE Nederland (ehemals Strukton Worksphere) wurde 2017 auf der Fachmesse InfraTech mit dem Jurypreis und dem Publikumspreis für das „Beste Kooperationsprojekt im Bauwesen“ ausgezeichnet.
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